Mittwoch, 25. Juli 2012

Mittwoch, 25. Juli

Weltstadt der Lampen?


Ob Dushanbe eine Weltstadt ist oder nicht – naja – darüber kann man sich streiten. Oder eben auch nicht. Aber was es hier auf jeden Fall gibt ist eine riesige Vielfalt an Straßenlaternen. Manche sind klassisch-schön, manche futuristisch und bei einigen sieht man noch den Charme der sowjetischen Zeit durchscheinen. Hier eine Auswahl der schönsten und skurrilsten Exemplare (Vorsicht! Es folgen viele Fotos…)





















Freitag, 20. Juli 2012


Freitag, 20. Juli (Beginn des Ramadan)

Fremdschämen


Eigentlich wollte ich heute ja einen Beitrag über die schönsten und skurrilsten Straßenlaternen von Dushanbe posten. Aber leider ist mir gestern ein Erlebnis der anderen Art wiederfahren, das hier und jetzt verarbeitet werden muss. 

Und zwar war ich in einem Konzert von einer Gruppe aus Deutschland, die vor allem tadschikische, aber auch usbekische und kirgisische traditionelle Volksmusik macht. Nachdem ich davon gehört hatte, dachte ich mir: „Warum nicht? Das könnte ganz interessant werden. Wenn sie wirklich etwas daraus machen?“

Vor dem Kochi Dshomi, dem Kino, in dem auch das Ethno-Jazz-Festival stattgefunden hat, sieht man dann auch so manches deutsche Gesicht. Sogar die Botschafterin ist eingeladen – eine ziemlich coole Frau, die mich, obwohl sie mich vor drei Jahren nur einmal gesehen hat, trotzdem wiedererkennt und freundlich grüßt. Ich treffe mich mit zwei Bekannten und wir gehen zusammen hinein.

Nach der typisch tadschikischen, viel zu lauten Ansage kommt die Gruppe auf die Bühne. Die europäischen Gesichter wirken ein wenig sonderbar in der traditionellen tadschikischen Kleidung, die klischeehafter nicht sein könnte. Aber gut, was soll’s – auf die Musik kommt es ja schließlich an! Die Gruppe legt los und mir zieht es schier meine Pril-Blumen-Schlappen aus (ja, meine neueste Errungenschaft: Schlappen mit je drei Blumen darauf, die wie die Abziehbilder auf den Pril-Flaschen aussehen. Schmuckloseres war hier leider nicht zu finden. Die tadschikischen Frauen mögen nämlich Blumen und Glitzer sehr gerne!).

Willst du viel, geh mit Pril ... höhö ...  :)

… aber ich verliere mich in unwichtigen Einzelheiten, ich wollte ja schließlich von der Gruppe berichten. Die traditionelle tadschikische Musik klingt für europäische Ohren manchmal ein wenig fremd. Sie ist orientalisch, gelegentlich auch etwas monoton, aber das wird ausgeglichen durch die Art, wie die Menschen die Instrumente spielen und vor allem durch die Stimme des Sängers oder der Sängerin, in der sich die Feinheiten des tadschikischen Lebens und die Vielfalt der Kultur des Landes wiederspiegeln. Außerdem bewegen sich die Künstler sehr graziös und rhythmisch auf der Bühne. 

Was allerdings dort vorne passiert ist … wie soll ich es nur sagen … einfach peinlich. Die Bewegungen sind unbeholfen, die Stimmen eintönig und laut und gerade singen die Frauen und Männer auch nicht. Während die Musiker ihre Instrumente immerhin formell beherrschen, versuchen die zwei Sängerinnen, reichlich befangen, auf der Bühne hin- und her zu wippen und der als Tadschike verkleidete Florian Silbereisen bemüht sich mit saloppen Handbewegungen Stimmung in die Performance zu bringen. Ich weiß auch nicht, aber laut und mit Nachdruck ins Mikrophon zu singen ist nicht gleichbedeutend damit, dass man unter den Zuhörern Stimmung verbreitet, sie mit der Musik berührt und bewegt. Die sonst sehr rhythmischen Lieder sind monoton vorgetragen und reißen im Saal keinen so richtig von den Sitzen. 


                                       Man beachte den neckischen Positionswechsel bei 0:29

Zuerst kann ich wirklich nicht fassen, was da gerade passiert. Dann fühle ich mich leicht amüsiert, bis ich schließlich anfange unkontrolliert zu lachen. Dumm nur, dass schräg hinter mir die Botschafterin sitzt, mit der ich nächste Woche ein Interview habe. Während ich krampfhaft versuche mit dem Lachen aufzuhören und den Fotoapparat aus meiner Tasche zu angeln, um das Schauspiel auf der Bühne zu dokumentieren, ergießt sich leider auch noch der halbe Inhalt meiner nicht richtig verschlossenen Wasserflasche über meinen – zum Glück leeren – Nachbarsitz. Vor mich hin kichernd bemühe ich mich das Missgeschick zu beseitigen, und unterdessen fange ich schließlich an, mich für die Gruppe wirklich fremd zu schämen. Was treibt solche Menschen nur an? Ich finde es ja löblich, dass man fremdes Kulturgut schätzt, es sogar so sehr liebt, dass man diese Musik selber machen möchte. Sich aber auf die Bühne zu stellen und einfach … ja … zu üben, das ist keine Wertschätzung dieser Kultur, sondern eine Beleidigung. Ich überlege mir, wie es wohl wäre, wenn wir in der Philharmonie ein Konzert mit einer Gruppe von Afghanen ... oder Japanern ... oder Ghanern besuchen, die versuchen würden, in Lederhosen und Dirndl gekleidet, mehr schlecht als recht bayerische Landler oder Gschtanzerln zu singen und dazu zu tanzen und zu schuhplatteln. Absurd, oder?

                                         Laaaalaaaalaaaalaaaalaaaaalaaaaaalalala...

In den Reihen vor mir machen sich schon mehrere Tadschiken lustig, einige von ihnen biegen sich bereits vor Lachen über ihren Stuhllehnen. Ich könnte mir das Ganze auch einbilden, aber ein Tadschike in der Reihe vor mir sieht mich fragend an und wir müssen beide einfach nur lachen. Ich werde die nächsten Tage nicht mehr auf die Straße gehen können. 

Zwischendurch kommt eine Tänzerin auf die Bühne. Sie scheint eine echte Tadschikin zu sein. Und selbst, wenn sie auch aus Deutschland kommt, dann ist sie die einzige in der Gruppe, die ihre Kunst wirklich beherrscht. Sie tanzt wunderschön zu dem kratzigen Hintergrundgeräusch, das mich mit der Zeit richtiggehend wütend macht. 

                    Ja, meine Kameraführung ist wirklich berauschend. Aber ich WEIß das wenigstens...

Am Schluss halten meine Bekannten und ich es nicht mehr aus, nach ein paar Liedern gehen wir. Die Botschafterin schaut mich perplex und ein wenig verständnislos an, was natürlich dumm ist, was ich im Moment aber leider auch nicht so richtig ändern kann. Ich muss raus hier! Draußen ist es angenehm lau und nach einem kurzen Spaziergang versuche ich das Ganze bei einem leckeren Abendessen zu Hause bei meiner richtig tadschikischen Familie zu verarbeiten und zu vergessen ... Und ich dachte immer, Foltern wäre inzwischen verboten.

Dienstag, 17. Juli 2012


Dienstag, 17. Juli

… und um den Rudaki-Park herum


Nicht nur im Rudaki-Park selber gibt es viel zu sehen, sondern auch außen herum. Da findet sich zuerst einmal das beeindruckende Eingangstor im sowjetischen Zuckerbäckerstil und eine lange Reihe von Brunnen zu jeder Seite. 

Durch das Tor sieht man bis hinter zum Präsidentenpalast
Im Hintergrund die neue Nationalbibliothek

An der linken Ecke des Parks steht das Denkmal von Ismail Somoni, ein Vertreter der samanidischen Dynastie (819-1005). Die Tadschiken sehen ihn als den Vater ihrer Nation und Begründer des ersten zusammenhängenden tadschikischen Reiches an. Im Zuge der nachsowjetischen Nationenbildung und Identitätsfindung haben sie nicht nur den höchsten Berg des Landes nach ihm benannt, sondern auch ihre Währung.

Ismail Somoni. Vor der Statue lassen sich gerne Touristen und Hochzeitspaare fotografieren. Und manchmal glänzt er in der Abendsonne schön golden ...
Ich will ja niemandem zu nahe treten, aber das, was der gute Ismail da in der Hand hält schaut ein bisschen aus wie ein Pizza-Schneider, oder?

Neben der Statue liegt eines der wenigen Kinos der Stadt. Hier, im Kochi Dshomi, finden aber nicht nur Kinovorstellungen, sondern auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen statt.

Was der Ufa-Palast in Köln war ist das Kocki Dshomi in Dushanbe
Neben dem Kino befindet sich die neue Nationalbibliothek, aber die kennen wir ja schon. Deswegen gibt es auch kein Foto. Auf der anderen Seite der Parks liegt das Hotel Tadschikistan, ein Vier-Stern-Hotel, das 1975 erbaut und 2002 neu renoviert wurde. Seinen sowjetischen Charme hat es dadurch aber nicht verloren.

Das Hotel Tadschikistan
Hinter dem Park liegt, kaum zu übersehen, der neue Präsidentenpalast. Er wurde 2007 fertige gebaut und ist seit ein oder zwei Jahren der neue Arbeitsplatz des Präsidenten. Wenn in der Rudaki plötzlich, wie aus dem Nichts, sehr viele Polizisten stehen und ganz aufgeregt in ihre Trillerpfeifen blasen und wild mit den Händen rumfuchteln, dann weiß man, dass gleich der Präsident, oder ein anderer wichtiger Politiker, mit seiner Kohorte in rasendem Tempo vorbeigefahren kommt. Die Zufahrten aus den Seitenstraßen werden blockiert und auch die Fußgänger müssen für einen Moment stehen bleiben. Nach ein paar Sekunden ist alles vorbei und alle gehen oder fahren wieder weiter, so als wäre nichts passiert.

Ja nu - wo soll's denn jetzt hingehen? Nach rechts oder nach links?
Zu beiden Seiten des Palastes liegen zwei weitere kleine Parkanlagen, die dieses Jahr erst offiziell eröffnet wurden. Auf der linken Seite steht eine riesige Säule und dahinter gibt es eine Brunnenanlage und vor allem eine Eiskunstlaufbahn. Oder besser gesagt, eine Plastikplattenkunstlaufbahn. Vielleicht ist es zu teuer die Bahn auch im Sommer mit Eis zu betreiben, aber das scheint der ganzen Sache keinen Abbruch zu tun und die Leute haben trotzdem Spaß, auch wenn sie etwas stockend auf den Plastikplatten vorankommen.

Geht man durch den Torbogen der Säule ...
... hat man einen schönen Blick auf die Brunnen dahinter und auf die Berge um Dushanbe.
Vorwärtsruckeln anstatt von dahingleiten - egal, den Leuten machts trotzdem Spaß!

In dem Park zur rechten Seite des Palastes gibt es einen kleinen, künstlich angelegten See, auf dem man Tretboot fahren kann und einen hübschen Pavillon, in dem ein kleines Café untergebracht ist. Und außerdem steht hier der höchste Fahnenmast der Welt, von dem ich schon berichtet habe. Zur Einweihungszeremonie im Frühling war sogar der damalige russische Präsident Medwedew da.

Tretboot fahren und Kaffee trinken - der perfekte Ort für einen Sonntagsausflug

Montag, 9. Juli 2012

Montag, 09. Juli

Im Rudaki-Park…


Die wichtigste Straße in Dushanbe ist der Rudaki-Prospekt. Hier liegen viele Prachtbauten wie die Oper, verschiedene Theater, Regierungsgebäude und Universitäten und auch der Rudaki-Park. Er ist nach dem Poeten Abuabdulla Rudaki (860-941) benannt. Der Park hieß früher Leninpark und wurde 1927 das erste Mal als ein Vergnügungspark im sowjetischen Stil mit Riesenrad, Kuscheltieren und Zuckerwatte eröffnet. In den Jahren 2007 und 2008 wurde er neu umgestaltet, anstelle des Lenin wurde eine Rudaki-Statue errichtet und eine große Springbrunnenanlage gebaut, die am Abend, wenn es dunkel wird, bunt beleuchtet ist. Am Wochenende und am Abend ist hier immer viel los, die Leute flanieren und essen Eis, machen Erinnerungsfotos, setzen sich für ein Schwätzchen auf eine der vielen Bänke und manchmal finden unter der Statue öffentliche Konzerte statt. Die großen Bäume, die hier früher standen, wurden größtenteils gefällt, damit man einen freien Blick auf den neuen Präsidentenpalast hat. Leider, denn auch wenn der Park wirklich schön ist, könnte man gerade tagsüber, wenn die Sonne im Sommer heiß vom Himmel brennt, ein bisschen mehr Schatten gebrauchen. 

Die Rudaki-Statue unter einem großen Bogen ...

... der mit schönen Mosaiken verziehrt ist.
Unter der Statue finden immer wieder öffentliche Konzerte statt.
Und dann gibt es im Park noch Brunnen, Brunnen ...
... und nochmals Brunnen. Hier mit einem Blick auf das Somoni-Denkmal.
Auf den kleinen Alleen...
... und zwischen viel Grün kann man durch den Park "lustwandeln", und immer wieder fällt der Blick auf den neuen Präsidentenpalast
Ein Bild, das aus dem Park nicht wegzudenken ist: fleißige Helferinnen kümmern sich um das Wohl der Pflanzen ...
... auch um die Jüngsten von ihnen.
Ordnung muss schließlich sein. Warum nicht das Beste daraus machen? Mülleimer im Jugendstil.




Donnerstag, 5. Juli 2012


Donnerstag, 05. Juli

Naaaa? Wer hat den Längsten?


Schande über jeden, der jetzt an etwas Schmutziges denkt!! Hier geht es um einen Fahnenmast und um sonst nichts :) Und zwar geht es nicht um irgendeinen Fahnenmast, sondern eben um den längsten, oder besser gesagt, den höchsten Fahnenmast der Welt. 

Ja, und der steht in Tadschikistan. Er ist 165 m hoch und mit ihm hat das Land den Rekordhalter Aserbaidschan übertrumpft. Dort stand nämlich bis September 2011 mit 162 m der höchste Fahnenmast der Welt. Das „Prachtstück“ in Dushanbe soll anlässlich des 20-jährigen Jubiläums zur Unabhängigkeit gebaut worden sein und 32 Millionen Dollar gekostet haben – angeblich finanziert von einem privaten Unternehmen (Handelsblatt online, 12.09.2011). Das ist schon ein wenig absurd, wenn man bedenkt, dass fast die Hälfte der Einwohner laut Weltbank unter der Armutsgrenze von 2 Dollar pro Tag lebt.

Nichts desto trotz ist die Flagge beeindruckend anzusehen. Und wie den Dom in Köln, kann man sie immer wieder sehen, egal wo in Dushanbe man ist. Hier ein paar Impressionen:

Dieses etwas unscharfe Foto ist im Siegespark entstanden.

Die Fahne, der neue Präsidentenpalast und der Fluss Dushanbe
Fast direkt am Fahnenmast. Der steht in einem neu angelegten Park im Zentrum der Stadt.
Wie groß die Flagge selber wohl ist?
Der ruhige große und seine aufgeregten kleinen Brüder
Und hier noch einmal, ganz idyllisch, in der Abendsonne

Montag, 2. Juli 2012


Sonntag, 1. Juli   

Dushanbe, wir kommen!!!


M und ich sind schon seit einiger Zeit ganz hibbelig. Der Tag, an dem wir wieder nach Hause dürfen rückt immer näher. Schön wie es in unserem Dorf ist, wir vermissen beide die Stadt, die Hektik, den Lärm, den Dreck, den Stress, die hupenden Autos, die unfreundlichen Menschen. 

In aller Frühe, um fünf Uhr, soll es losgehen. Zufällig fahren der Gastvater und der Sohn nach Dushanbe und können uns mitnehmen. Abends ist schon alles, bis auf die Zahnbürste, gepackt und am Morgen machen wir noch schnell ein paar Erinnerungsfotos. Nach vielen Umarmungen und herzlichen Abschiedsworten und einem letzten Blick auf den wunderschönen Hausberg im Morgengrauen geht es schließlich los. 

Eine Autofahrt mit Tadschiken ist immer ein sehr lustiges Erlebnis. Meist sind die Autos, für europäische Verhältnisse, sehr voll. In unserem Jeep sitzen vorne der Vater und der Sohn und hinten vier Frauen. Im Kofferraum kann man eine kleine Bank hochklappen und dort haben es sich auch noch zwei Männer bequem gemacht – neben vielen Essenssachen und unserem Gepäck. Mit lauter tadschikischer Popmusik, wildem Hin- und Hergeschüttelt und viel Glächter geht es los. Nach 10 Minuten habe ich schon einen Krampf im Hintern, wie soll ich das nur drei Stunden lang aushalten? Zum Glück machen wir zwischendurch zwei Mal eine kurze Pause. Wir fahren wieder durch den abenteuerlichen Tunnel und halten kurz vor Dushanbe, um das Auto waschen zu lassen. Fahrer mit schmutzgien Autos werden von der Polizei angehalten und müssen eine Strafe zahlen. 

Als wir schließlich endlich in der Stadt ankommen erschlägt uns fast die Hitze, derweil ist es gerade einmal neun Uhr morgens. Aber was soll`s – wir sind endlich wieder zu Hause!!

Zum Abschied von unserem Dorf hier noch ein paar kleine „Dorfstilleben“: 

Warum Dinge auf dem Boden herumstehen lassen, wenn man sie praktischerweise auch aufhängen kann?
Und warum extra eine Wäscheleine spannen, wenn man die Sachen zum Trocknen auch über den Zaun hängen kann?
Ein ausrangierter Schultisch steht halb vergessen am Rand der Veranda

Im Dorf gibt es sehr viel zu tun und jede Arbeitskraft zählt. Deswegen müssen auch schon die Kinder sehr früh anfangen bei den täglichen Arbeiten zu helfen: Tiere zur Weide bringen und dort auf sie aufpassen, Kochen, den Stall ausmisten und, und, und…

Drei kleine Mädchen bringen eine junge Kuh zum Futterplatz

Viele der Häuser im Dorf haben eine Art Wintergarten, in dem es einen erhöhten Podest gibt, auf dem man sitzen und essen kann. Dahinter befindet sich meist ein Zimmer, das sein Licht durch ein Fenster zum Wintergarten hin bekommt. 

Für uns ein bisschen ungewohnt, aber sehr schön: Ein Fenster in der Wand zwischen zwei Zimmern

Und die Fensterfront des Wintergartens bietet meist eine tolle Aussicht auf die Berge. Aber eigentlich wäre es in unserem Dorf eher eine Kunst einen Wintergarten ohne eine solche Aussicht zu bauen. 

Schöne Aussichten!

Die Häuser im Dorf sind meist sehr eintönig-braun verputzt. Dafür bringen die Menschen mit hellblau angemalten Türen und Fensterrahmen Farbe in diese Monotonie. 

Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist ... blau!

Nach etwa zwei Wochen haben wir entdeckt, dass es sowohl im unteren, als auch im oberen Dorf einen Laden gibt. Das hat uns allerdings nicht viel geholfen. Denn zum einen schienen die Läden nie geöffnet zu haben. Und zum anderen hätten wir mit einer „Shoppingtour“ unsere Gastfamilie sehr vor den Kopf gestoßen. Sie hätten geglaubt, dass sie uns nicht gut genug bewirten. Abgesehen davon hätte wahrscheinlich sofort das ganze Dorf gewusst, was wir seltsamen Stadtmädchen uns gekauft haben :)

Der Laden im oberen Dorf. Ein Co-op (wirklich!! Steht da!!) mit Fenstergitter im Stil der 60er-Jahre